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Was
kann die Rötung eines Auges bedeuten?
Es kann zum Beispiel
eine harmlose chlorbedingte Rötung nach einem Besuch im Schwimmbad sein,
ein Besuch beim Augenarzt ist in diesem Fall nicht unbedingt angezeigt.
Es kann ein Symptom
des "Trockenen Auges" sein. Die Therapie wird mit künstlichen Tränen durchgeführt.
Es kann der Beginn
einer heftigen allergischen Reaktion sein, die die Behandlung mit antiallergischen
Mitteln durch einen Augenarzt erforderlich macht.

Es kann eine beginnende
Regenbogenhaut-Entzündung (Iritis) sein, die sich im ganzen Auge ausbreiten
und zu schwerstwiegenden Komplikationen bis zum Verlust des Augenlichts
und des ganzen Auges führen kann. Hier hilft die rechtzeitige Verabreichung
von starken entzündungshemmenden Medikamenten, um schwere Nachfolgeschäden
zu vermeiden.
Es kann der Anfang
einer sehr ansteckenden Bindehautentzündung sein, die zur Infektion einer
gesamten Firmenbelegschaft führen kann. Hier kann nur der Augenarzt diese
Diagnose stellen, der Patient wird nach der Krankschreibung angewiesen,
sich von anderen Mitarbeitern fernzuhalten, es wird eine Therapie eingeleitet.
Es kann der Beginn
einer Hornhautentzündung sein, die zum Hornhautgeschwür führen kann. Die
Therapie besteht aus entzündungshemmenden Augentropfen und -Salben.
Ein Contactlinsenschaden
der Hornhaut kann sich auch mit einem "Roten Auge" beim Contactlinsenträger
ankündigen. Um schlimmere Schäden zu vermeiden müssen die Linsen herausgenommen
werden, der Augenarzt leitet dann eine Augenmedikation ein.

Was kann eine Sehverschlechterung
bedeuten?
In der Kindheit kann
dies der Beginn einer Kurz- oder Weitsichtigkeit bedeuten, die mit einer
Brille korrigiert werden kann.
Es kann eine durch
Schielen bedingte kindliche Schwachsichtigkeit sein. Falls nicht rechtzeitig
eine augenärztliche Behandlung eingeleitet wird, kann dieses Versäumnis
zur dauernden Sehschwäche eines oder beider Augen führen, die im fortgeschrittenen
Kindesalter nicht mehr korrigiert werden kann.
Im Erwachsenenalter
kann dies der Beginn eines Grauen Stars sein, der später eine Operation
des Auges erforderlich macht.
Es kann ein weit fortgeschrittener
Grüner Star (Glaukom) sein, der sich mit einem Gesichtsfeldverlust ankündigt.
Es kann der Beginn
einer schmerzlosen Entzündung des Sehnerven sein, die zum bleibenden Sehnervenschaden
mit einer dauernden Sehverschlechterung führen kann. Durch die rechtzeitige
Einleitung einer Medikamenten-Therapie kann in vielen Fällen eine Wiederherstellung.
Es kann der Beginn
einer Altersdurchblutungsstörung der Netzhaut (Makuladegeneration) sein,
die für den Patienten zum Verlust der Sehfähigkeit führen kann. In bestimmten
Fällen lässt sich eine besondere Laser-Therapie eine Sehverbesserung oder
ein Aufhalten dieser Erkrankung erreichen.
Es kann eine plötzliche
Blutung im Auge beim Diabetes sein, auch Veränderungen beim hohen Blutdruck
können mit einem Sehverlust einhergehen. Auch hier ist es oft möglich,
zuerst durch Vorsorge und später mit Laserstrahlen oder operativ das Augenlicht
zu erhalten.
Es kann ein "Schlaganfall"
des Auges sein, wo eine Augenarterie oder -Vene plötzlich nicht mehr durchgängig
ist und zu einer schweren Durchblutungsstörung der Netzhaut mit einer
Schädigung von Netzhautzellen geführt hat. Hier kann eine schnelle Therapie
die Chancen erhöhen, sein Augenlicht zu erhalten. Eine Behandlung mit
Laserstrahlen kann in manchen Fällen hilfreich sein.
Es kann eine Netzhautablösung
sein, die unter Umständen zur Erblindung führen kann, falls nicht rechtzeitig
operativ oder mit Hilfe von einer Lasertherapie eingeschritten wird. Wer
sich trotz der Symptome (Blitze, Sehverschlechterung, Gesichtsfeldeinschränkung)
nicht rechtzeitig beim Augenarzt untersuchen lässt, riskiert eine dauerhafte
Sehverschlechterung oder sogar die Erblindung seines Auges.
Es gibt noch eine
Reihe von weiteren Erkrankungen, die mit einem "Roten Auge" oder einer
Sehverschlechterung einhergehen können, auf die hier nicht näher eingegangen
werden kann. Im Zweifel ist es immer besser, bei unklaren Beschwerden
den Augenarzt um Rat zu fragen als später an der durch die Verzögerung
der erforderlichen Behandlung entstandenen dauerhaften Verschlechterung
des Sehvermögens zu leiden.

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